|
Das
oft verkannte Berufsbild
Der Ton-MEISTER
sitzt mit der Partitur vor seinem Pult und kontrolliert ob die
Musiker richtig
spielen und der Toningeneur richtig mischt.
Der Ton-INGENEUER
sitzt am Mischpult, mischt die Töne und hetzt den Tontechniker.
Der Ton-TECHNIKER
steht an der Kaffemaschine und mischt Kaffee, holt Brötchen,
schleppt Mikrofonständer
herum. Abends/Nachts nach der Produktion baut er ab,
wickelt Kabel
auf und kehrt das Studio aus...
und
jetzt etwas ausführlicher . . .
Tontechniker
(aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)
Der
Tontechniker bediente technische Einrichtungen, die zur Schallaufzeichnung,
-bearbeitung und -wieder-
gabe
(Tontechnik) dienen. Er war einmal der fleißige Zuarbeiter
für die Tonregie: dem Toningenieur und dem
Tonmeister
(Aufnahmeleiter). Da die tontechnischen Arbeiten von diesen beiden Personen
aus Kostengründen
übernommen
werden mussten, ist der Beruf Tontechniker ausgestorben.
Folgerichtig
hat die rundfunkeigene Schule für Rundfunktechnik (SRT) in Nürnberg
die Ausbildung der Ton-
techniker
beendet. Man bezeichnet heute alle Arbeiter mit Schall und Ton fälschlicherweise
gerne pauschal als
Tontechniker,
auch in der Beschallung, die jetzt PA-Technik (engl. Public Announcement)
heißt.
Beim
öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird dagegen in Tonmeister/Toningenieur,
Mediengestalter Bild/Ton und
Veranstaltungstechniker
unterschieden.
Die
Tätigkeitsgebiete sind meist Rundfunk und Musikproduktion. Die Bezeichnung
Tontechniker wird im all-
gemeinen
für alle Tontechnik bedienende Menschen benutzt, auch wenn die Aufgabenstellungen
und Verant-
wortungsbereiche
sehr unterschiedlich sind und verschiedene andere, präzisere Berufsbezeichnungen
tragen.
Nur
noch wenige Tontechniker erledigen im allgemeinen einfache tontechnische
Aufgaben wie Überspielungen, leichte Klang- und Pegelkorrekturen,
Gerätewartung und -bedienung ohne hohen künstlerisch-gestalterischen
Anspruch.
Speziell
beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird in Tonmeister, Toningenieur
und Tontechniker unterschieden. Als neuere Berufs- und Ausbildungsrichtungen
haben sich Mediengestalter Bild/Ton und Fachkraft für Ver-
anstaltungstechnik
(=Veranstaltungstechniker) herausgebildet.
Der
Tonmeister/-ingenieur ist ein graduierter Hochschulabschluß. Aufgabengebiete
sind umfangreiche Musik-
produktionen
und Filmtonproduktionen. Der Mediengestalter Bild/Ton ist ein relativ junger
Ausbildungsberuf der auch die Gestaltung von Film mit einschließt.
Der Veranstaltungstechniker kümmert sich um die Beschallung bei Liveveranstaltungen.
Somit zeigt sich hier deutlich die Aufspaltung der Begriffsbedeutung Tontechniker.
Schließlich
der Veranstaltungstechniker kümmert sich um die Beschallung bei Liveveranstaltungen.
Somit zeigt sich hier deutlich die Wandlung der Begriffsbedeutung Tontechniker,
den es in der alten Form einfach nicht mehr gibt. Trotzdem ist der Glaube
daran besonders bei Neueinsteigern ungebrochen, wie die lockenden Angbote
von privaten Ausbildungsstätten zeigen.
Etliche
Rundfunkanstalten der ARD (z.B. der NDR) bilden selber in den Bereichen
Mediengestalter Bild/Ton und Veranstaltungstechniker aus.
Durch
diesen Text glauben sich einige Alt-Tontechniker falsch beschrieben zu
finden. Sie mögen bitte an die Vielzahl der jungen Kandidaten denken,
die selbst unter hoher Geldausgabe immer noch "Tontechniker" werden wollen.
Die
SAE bildet weiterhin - wider besseren Wissens - zum nicht mehr benötigten
"Tontechniker" aus.
Toningenieur
Toningenieur
(engl. Sound Engineer) ist ein technischer Beruf, der in den Bereichen
Audiotechnik, Studio- und Aufnahmetechnik, Signalverarbeitung, Akustik
und Computermusik ausgeübt wird. Toningenieure benötigen neben
technischen Kenntnissen auch umfassende musikalische Kenntnisse und Fähigkeiten.
Der
Toningenieur zeichnet für die technische Seite der Aufnahme von Musik
bei Studioproduktion verantwort-
lich;
er baut die Schaltungen auf, misst die Mikrofone ein, prüft die Akustik
des jeweiligen Raumes, ist für die Übertragungswege zum Aufzeichnungsgerät
und die Tonmischung verantwortlich. Die früherere Tätigkeit des
Tontechnikers wird aus Kostengründen üblicherweise vom Toningenieur
mit übernommen.
Im
Unterschied zum Tonmeister beschränkt sich sein Aufgabengebiet auf
die technische Betreuung der Produktion.
Diplom-Toningenieur/in
ist ein interdisziplinärer Ausbildungsberuf, der häufig im Rahmen
einer Spezialisierung während eines Elektrotechnik- oder Informationstechnik-Studiums
an einer Fachhochschule erlernt wird. Zu den Studieninhalten gehören
Themen wie Mathematik, Physik, Elektrotechnik, Signalverarbeitung, Regelungs-
technik,
Nachrichtentechnik, Elektronik, Technische Informatik, musikalische Grundlagen,
Studio- und Auf-
nahmetechnik,
Audiotechnik und Akustik sowie Computermusik.
Die
folgende Einrichtung bildet zum Diplom-Ingenieur Ton- und Bildtechnik aus:
Fachhochschule
Düsseldorf (gemeinsam mit Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf)
Die
folgende Einrichtung bildet zum Diplom-Elektrotechnik-Toningenieur aus:
Technische
Universität Graz
Tonmeister
Tonmeister
(auch Musikregisseur; engl. Sound Engineer) ist ein Beruf im Spannungsfeld
zwischen Kunst und Technik. Tonmeister benötigen neben technischen
Kenntnissen besonders umfassende musikalische Kenntnisse und Fähigkeiten
und dienen als Vermittler zwischen künstlerischem Anspruch und technischer
Umsetzung von Klang.
Im
Gegensatz zu handwerklichen Meister-Berufen ist die Berufsbezeichnung Tonmeister
(ohne Diplom) nicht geschützt. Der akademische Grad Diplom-Tonmeister
ist natürlich geschützt.
Berufsbild
Der
Tonmeister fungiert bei Musik- oder Hörspiel-Produktionen als Aufnahmeleiter.
Er legt eine Aufnahme-
konzeption
(Arbeitsplan) vor, führt Klang- und Musikregie und ist für den
Schnitt verantwortlich. Er überwacht anhand einer Partitur die Texttreue,
Intonation, Phrasierung, Balance und das Zusammenspiel zwischen den Instrumentengruppen,
die rhythmische Exaktheit,das Einhalten des Tempos usw. Damit übt
er einen gewis-
sen
Einfluss auf die Interpretation aus. Er muß den Künstlern gegenüber
ein kompetenter Partner und Ratgeber sein.
Bei
Konzert- oder Theaterveranstaltungen ist er verantwortlich für die
Musik- und Sprachübertragung, d.h. die Realisierung einer hochwertigen
Beschallung und die akustische Umsetzung von Regiekonzepten. Oft ist er
auch zuständig für die Gerätewartung und -installation bis
hin zur Überprüfung und Umsetzung der jeweils geltenden Sicherheitsrichtlinien.
Bei
Film und Fernsehen beginnt die Tätigkeit bei Aufnahmen am Drehort
(Set), beinhaltet die Erstellung spezieller Geräuscheffekte (Sounddesign),
die Synchronisation von Schauspielern bis zur Aufnahme von Filmmusik und
der Erstellung der Endmischung (Mehrkanalton).
Der
Tonmeister ist zu jedem Stadium der Produktion dafür verantwortlich,
dass das Endprodukt der künstlerischen Zielsetzung des Produzenten
und der Musiker entspricht (http://www.ton.hdk-berlin.de/faq.html).
Tätigkeitsbereiche:
Künstlerisch-technische
Berufe: (Diplom-)Tonmeister/in (DE), Musikregisseur/in (CH)
Technische
Berufe: (Diplom-)Toningenieur/in, Audio-Engineer, Tonregisseur/in (CH)
Technische
Assistenzberufe: Tonoperateur/in, Audioassistent/in, Tontechniker/in
Der
letzte Berufszweig wird aus Kostengründen üblicherweise vom Toningenieur
mit übernommen.
Siehe
auch: Toningenieur, Tontechniker
Ausbildung
Um
diese vielfältigen Aufgaben erfüllen zu können, ist eine
fundierte technische und musikalische Ausbildung notwendig; die Tonmeisterausbildung
integriert dafür verschiedene künstlerische und kunsterzieherische
Inhalte und ist ein vollwertiges Musikstudium.
Die
Ausbildung umfasst neben der Vermittlung technischer Kenntnisse und Fertigkeiten
(Mathematik, Elektrotechnik, Akustik, Tontechnik, Digitaltechnik, Studiotechnik
und -praxis, Aufnahmebetreuung etc.) vor allem auch ein intensives Training
auf musikalischem Gebiet (Gehörbildung, Musiktheorie, Partiturkunde,
Musikgeschichte, Musikwissenschaft, Instrumentenkunde, Musikkritik, Musikanalyse,
Formenlehre, Werkanalyse und Stilkunde, Instrumental- und Vokalpraxis etc.)
sowie Grundlagen der Dramaturgie. Normalerweise wird die Beherrschung mindestens
eines Musikinstruments (Hauptinstrument, Nebeninstrument; Klavier ist üblicherweise
Pflichtfach) vorausgesetzt; einige Studiengänge ergänzen die
Ausbildungsinhalte um Themen wie Betriebskunde, Recht, Betriebswirtschaft
usw. Zugangsvoraussetzung ist die allgemeine Hochschulreife (Abitur) plus
eine Aufnahmeprüfung.
Das
Studium hat eine Regelstudiendauer von mindestens 10 Semestern.
Folgende
staatlichen Einrichtungen bilden zum akademischen Grad "Diplom-Tonmeister"
aus:
Universität
der Künste Berlin (UdK - die ehemalige Hochschule der Künste
Berlin) (in Verbindung mit Technischer Universität Berlin)
Universität
für Musik und darstellende Kunst Wien
Hochschule
für Musik Detmold
Hochschule
für Film und Fernsehen Konrad Wolf HFF in Potsdam-Babelsberg
Berufsverbände
Verband
Deutscher Tonmeister e.V. (http://www.tonmeister.de)
Berufsvereinigung
Filmton BVFT e.V. (http://www.bvft.de)
Bundesverband
Ton der Film-Tonmeister (BVT) (http://bundesverbandtonderfilmtonmeisterbvt.visualnet.com)
Weblinks
BERUFEnet:
Dipl.-Tonmeister (Uni) (http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2/D/B8353106aufgaben_t.html)
Tonmeisterstudium
an der Universität der Künste Berlin - UdK Berlin (http://www.ton.udk-berlin.de)
Tonmeisterstudium
an der Universität Wien (http://www.mdw.ac.at/I101/iea/tm)
Tonmeisterstudium
am Erich-Thienhaus-Institut der Hochschule für Musik Detmold - ETI
(http://www.hfm-detmold.de/texts/de/hfm/eti/index.html)
Hochschule
für Film und Fernsehen 'Konrad Wolf' Potsdam-Babelsberg - HFF (http://www.hff-potsdam.de/_deutsch/oeffentlichkeit/home/index.php)
Musikhochschule
Den Haag - Niederlande, "Art of Sound", früher unter dem Namen "muziekregistratie"
geführt (http://www.koncon.nl)
und jetzt, viel
Spass
|